Foto-Reisebericht Bali 2016

Film auf Youtube

Aus meinen Unterwasser- und Strandfilmchen habe ich gut fünf Minuten nach YouTube hochgeladen, zum ersten Mal mit Farbkorrektur.

Ganes im Hotel Wina

Auch im Februar 2015 war ich auf Bali, aber es gab keinen Reisebericht, weil alles wie immer war. Dieses Jahr war der Monat anders, April anstatt Februar, und ich bin zum ersten Mal mit Emirates geflogen: Hamburg -> Dubai -> Denpasar. Dubai liegt zwar nicht auf der kürzesten Luftlinie, aber man spart sich die Zwischenlandung in Singapur.

Zehn Minuten Verspätung wurden schon am Vortag angekündigt. Dazu kam noch eine Stunde, weil ein Mitglied der Besatzung krank geworden war. In Dubai wurde die Umsteigezeit deswegen knapp, und wir mussten auch noch so weit vom Terminal entfernt parken, dass der Bus eine Viertelstunde brauchte. Ich rannte also zusammen mit meinem Sitznachbarn, der auch nach Bali wollte, durch das Flughafengebäude und erwischte noch einen Bus, der uns wieder eine Viertelstunde lang über das Gelände zum Flieger nach Bali fuhr. Dieser startete mit einer Stunde Verspätung, weil ein Passagier krank geworden war und sein Gepäck entladen werden musste.

Das "Visa on Arrival" gibt es nicht mehr für deutsche Staatsbürger, und das Einreiseformular konzentrierte sich auf gesundheitliche Fragen. Im Gegensatz zum Vorjahr war der Taxistand jetzt leicht zu finden, aber er erwies sich als nutzlos. Sogar die Tafeln mit den Festpreisen waren vorhanden: "Kuta, diesseits Jalan Melasti: 86.000". Ich sagte also dem Mann am Schalter, in welches Hotel ich möchte und dass es näher als Jalan Melasti ist. Er verlangte 150.000 Rupiah. Als ich ihn auf die Festpreistafel hinwies, wollte er keine Geschäfte mehr mit mir machen. Hinter dem Ausgang waren gleich vier Taxifahrer bereit, die Tour für 100.000 zu fahren.

Strand in Kuta/Tuban Strand in Kuta/Legian

Mit dem Flug zusammen hatte ich drei Übernachtungen im Hotel Wina gebucht. So hatte ich viel Zeit für kleine Besorgungen: Sonnenmilch, Mückenabwehr, Wasserflasche (die ich in Padangbai mehrfach im Topi Inn auffüllte), Geldautomat, Haarschnitt. Das große Bankgebäude östlich von Bemo Corner war geschlossen und sah nach Umbau oder Abriss aus. Den Frisör in der Theaterstraße gab es noch, ebenso Piggy von Piggy's Bar und Juicy Lusi mit ihren Surfing Pancakes. Auf dem Hotelgelände in Kuta gab es reichlich Tigermücken, die bekanntlich das Dengue-Fieber übertragen, an dem im vorigen Jahr viele Touristen und Einheimische in Padangbai erkrankten. Dort sah ich in diesem Jahr aber keine einzige Aedes albopictus. Allerdings gab es jetzt Malariafälle, vor allem bei Kindern. Der Perama-Bus nach Padangbai fuhr wieder über Ubud, wo das Verkehrschaos noch schlimmer geworden ist.

Strand in Padangbai von Süden Strand in Padangbai von Norden

Padangbai hat drei Strände. Am mittleren, direkt im Ort, wo die Schiffe anlegen, baden die einheimischen Kinder. Die Blaue Lagune im Osten hat kaum Strand und ist zwar zum Schnorcheln geeignet, lädt aber nicht dazu ein, dort einen ganzen Tag zu verbringen. Der White Sand Beach oder Bias Tugal gefällt mir viel besser. Alle Strand- und Unterwasserbilder sind dort entstanden, außer drei Fotos aus Tulamben

Strand in Padangbai mit Leuten Baustelle 2009Baustelle 2012 Baustelle 2016

Vor acht Jahren wurden die Hügel am Strand von zwei Baustellen verschandelt, die gestoppt wurden, weil sie sich zu nah an einem Tempel befanden. Hier sind Aufnahmen von 2009, 2012 und 2016, die zeigen, wie eine Baustelle wieder grün wird.

Drachenfruchtsaft

Durch den für mich ungewöhnlichen Reisetermin im April machte ich einige neue Erfahrungen. Es regnete in den drei Wochen nur einmal tagsüber, und meine englischen Freunde verließen Padangbai Richtung Heimat. Ich hatte gedacht, sie würden immer auf Bali sein und nie arbeiten, ohne mir überlegt zu haben, wie das gehen soll. Das Glas enthält Drachenfruchtsaft.

hübsche kleine Seeanemonen Scherenschwanz-Sergeant in TulambenRöhrenwürmer Federsterne KrakeKrake

Am Strand pflege ich den ganzen Tag lang einen Tisch in immer demselben Warung besetzt zu halten. Wenn ich vor zehn dort ankomme, habe ich das Meer noch für mich alleine. Nach einem Kaffee, einem Orangensaft und einer Portion gebratene Nudeln zahle ich, wenn ich nachmittags gehe, kaum mehr als zwei Euro. Wer seine Sachen in den Sand legt, anstatt auf einen Tisch, muss damit rechnen, dass eine Welle alles durchnässt oder gar wegschwemmt. Es ist mir nach fünfzehn Jahren Padangbai immer noch nicht klar, ob sich die Wellen nach der Mondphase richten, nach dem Wetter oder nach der Tageszeit. Heimtückisch sind sie!

Sternfleckenmuräne Schildkröte Schildkröte Schildkröte

Diese Schildkröte mit den beiden Schiffshaltern ließ sich beim Fressen kaum stören. Andere Exemplare waren ängstlicher.

Ich wohnte wieder im Hotel Kerti, aber habe dort nie abends gegessen, auch im Puri Rai nebenan nicht. Das Omang-Omang war geschlossen, aber Sharkey's Snack Bar gab es noch, obwohl Vincent gesagt hatte, er wolle schließen. Stattdessen betreibt seine Frau Priya jetzt den Laden und hat leckeres Essen und vorwiegend deutschsprachige Gäste.

Reiher auf Treibgut Reiher auf Treibgut

Unter schwimmenden Inseln befinden sich oft kleine Fische, die ich noch nicht bestimmen konnte. Die Reiher wissen das natürlich und landen gerne auf diesen Selbstbedienungsläden. Den zweiten hier habe ich lange begleitet, mehr davon im Filmchen auf YouTube. Er pickte alle paar Minuten einen von den mindestens fünfhundert Fischlein aus dem Wasser. Als die schwimmende Insel angetrieben worden war, bot ich mich den Fischen als Schutz an und schwamm bestimmt eine Viertelstunde in einer Traube aus Fischen. Leider war die Batterie der Kamera leer.

Padangbai von Osten Padangbai von Westen Amphiprion ocellaris

In drei Wochen Padangbai habe ich nur einen Ausflug gemacht: zum Schnorcheln nach Tulamben. Der Hinweg war mit dem Perama-Bus leicht zu bewältigen, für den Rückweg hatte ich Bemos geplant. Kaum im Wasser wurde ich von Gelbflossen-Doktorfischen, Masken-Nasendoktorfischen, Ruderfischen, Indopazifik-Sergeanten und Scherenschwanz-Sergeanten umringt. Offenbar kommen die Fische so dicht ran, weil sie ab und zu gefüttert werden.

Gelbflossen-Doktorfisch in Tulamben

Es war kein Makrelenschwarm mehr da, und auch die Schwarzspitzen-Riffhaie habe ich nicht gesehen, was aber auch an der schlechten Sicht liegen kann. Auch ohne diese Attraktionen bleibt Tulamben ein großartiges Schnorchelrevier, allerdings etwas überlaufen.

über dem Wrack in Tulamben

Gegen Mittag stellte ich mich also an die Straße und wartete auf ein Bemo nach Amlapura. Ich ließ ein hellgrünes passieren, weil ich mir dunkelrot gemerkt hatte. Von denen fuhren welche in die andere Richtung, aber auch nur selten. Nach einigen Stunden rettete mich ein großer Bus der Linie Singaraja-Amlapura, was umso besser war, weil man in diesen Bussen nicht um den Preis feilschen muss (20.000). Von Amlapura nach Padangbai nahm ich dann ein Ojek (Motorradtaxi), was weder bequem noch besonders billig war (55.000). Vielleicht hätte ich es doch mit einem Bemo versuchen sollen.

Spuren im Sand

Was hinterlässt über Nacht Spuren im Sand? Hunde und Vögel sind zu erkennen, und wahrscheinlich Einsiedlerkrebse, aber was sind wohl die kleinen und ganz kleinen Pfotenabdrücke?

Spülsaum

Was wird typischerweise angespült? Schuhe, Plastiktüten, Feuerzeuge, ... Wenn ein Stück Holz länger im Wasser war, wachsen Entenmuscheln darauf.

Tankstelle

Von Padangbai zurück nach Kuta fuhr der Bus nicht über Ubud. Ich ließ mein Gepäck bei Perama und kaufte im Gelael-Supermarkt zweieinhalb Kilo Kaffee, ein paar Salaks und Kekse für das Perama-Personal.

lost

Neben Piggy's Bar gibt es im ersten Stock sehr leckere Pizza. Das aus dem Fenster geknipste Foto könnte man als Stimmungsbild von Kuta ansehen. Spät am Abend nahm ich ein Taxi zum Flughafen. Als ich durch Check-in, Passkontrolle und so weiter durch war, bemerkte ich, dass ich keine Flughafengebühr bezahlt hatte. Entweder gibt es die nicht mehr, oder sie war im Emirates-Ticket war schon drin.

Emirates/Dubai

Falls irgendwas nicht funktioniert, bitte Email an home@HalloFreun.de. Letzte Änderung: 2017-04-02.